Programm Musik

Repetitor

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 MUSIK 

SA 15.05.2021, 20 Uhr, Livestream

Die Post Punker aus Belgrad sind zurück in Hamburg! Nach ihrem furiosen Auftritt beim KRASS Festival 2019 präsentieren sie ihre neue Platte, die an die Energie, Wucht und Direktheit ihrer vorherigen Alben anknüpft. Die Stars der neuen serbischen Schule präsentieren sich weiterhin roh, kompromisslos und absolut unwiderstehlich und machen einen großen Schritt nach vorne in der internationalen Szene.

DJ Mune Ra

Krass-Festival-2020_DJ-Mune-Ra_Foto-M.-Ilic

 MUSIK 

SA 10.10.2020, i. A. an die Performance, Peacetanbul

Alles für den Groove. Der Groove hat einen weiten Weg zurückgelegt. In seinen Sets bespielt Mune Ra das ganze Feld von afrikanischen und tropischen Genres bis hin zu Worldmusic und allem anderen was in die Glieder fährt.

Mune Ra auf Soundcloud

Ashraf Sharif Khan & Viktor Marek – Sufi Dub Brothers

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 MUSIK 

Verschoben!

Update! Der Bund hat mit den Ländern am 28.10. beschlossen, dass Kulturorte vom 2. bis 30. November 2020 zur Eindämmung der Corona-Pandemie keine Veranstaltungen mit Publikum machen dürfen. Wir sind in Kontakt mit Viktor Marek und Ashraf Sharif Khan und ihrer Agentur und suchen nach einem zeitnahen Ersatztermin, über den wir an dieser Stelle informieren werden.

Ashraf Sharif Khan und Viktor Marek arbeiten seit vielen Jahren zusammen. Reihenweise hinterlassen die beiden Musiker mit Beats, Bass und Sitar bei ihren Liveshows Menschen mit offenen Mündern (Grinsen) und offenen Sohlen (Tanzen). Ihr Album »Sufi Dub Brothers« ist Zeugnis dieser kometenhaften Fügung und versammelt das nahezu vollständige Song-Material dieser musikalischen Sensation.

Die Sufi Dub Brothers laden zum Sitztanz (moving while not moving).

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Edo Maajka & Band

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 MUSIK 

SA 13.04.2019, 21.30 Uhr, KMH

Edo Maajka gilt als einer der größten MCs des Balkans. Seinen Durchbruch erlebte er 2002 mit seinem ersten Album »Slušaj Mater« (»Hör auf deine Mutter«). In seinen Texten verarbeitet der in Zagreb lebende Bosnier Erfahrungen mit Themen wie Krieg, soziale Ungerechtigkeit, Nationalismus, aber auch Liebe und Hass. In Deutschland wurde er durch den Track »Bruderkrieg« mit Slick One (Selfmade Records) bekannt. Edo Maajka ist zu einem Idol für ganze Generationen geworden – nicht nur auf dem Balkan. Das KRASS Festival präsentiert Edo Maajka zum zweiten Mal in Hamburg – diesmal mit neuem Album und Band: Bosnischer Hip Hop Star mit Band meets Hamburger Szene!

Im Anschluss: DJ-Set mit Siggie Pop

Dub-ke Adventures in Arab Techno

Krass Festival 2019 Dub-Ke Arab-Techno

 MUSIK 

FR 12.04.2019, 22 Uhr, KMH

Die vierte Ausgabe des Clubformates zur Erkundung arabischer Technokulturen findet dieses Mal im Kontext des Festivals KRASS statt. Krass ist auch, dass in den meisten arabischen Ländern Techno und Elektronische Musik immer noch absolute Underground-Phänomene sind. Hedonismus, Party, Drogen – all das ist den Ordnungshütern ein Dorn im Auge. Wer noch nie an einem heimlichen Rave in der Wüste teilgenommen hat, kriegt im Kampnagel- Club zumindest einen musikalischen Eindruck, wenn auch ohne Sand in den Schuhen. Das musikalische Spektrum umfasst diverse Stile und Genres von »Arab Trap« zu »Oriental House«. Der Name der neuen Party-Reihe ist bereits eine Hommage an hybride Formen: Dabke heißt der traditionelle Folkloretanz – DUB-ke ist dessen technoide Überscheibung.

Shahin Najafi

Najafi-Foto-Mario-Ilic

 MUSIK 

FR 12.04.2019, 20 Uhr, K6

»His words cut through me like a knife«; »Seine Worte durchdringen mich wie ein Messer« – so schreibt die New York Times über die polarisierende iranische Protest-Ikone Shahin Najafi. Najafis musikalisches Repertoire inkludiert Rock, Rap bis Klassik und insbesondere Jazz, mit spielerischer Mischung der altpersischen Poesie bis überlieferte Volkslieder aus Nordpersien. »Dritte Art«, sein neues Album, ist eine Sammlung formdiverser und neuer Klänge in der iranischen Musikszene. Als Avantgardist und kritischer Rebell hat sich Najafi einen Namen gemacht, seine Rebellion jedoch beschränkt sich nicht nur auf die Bedeutung, sondern zeichnet den Prozess des ständigen Wandels in Art und Form aus. Beim KRASS Festival ist Shahin Najafi zum zweiten Mal zu Gast.

Hailu Mergia

krass festival 2019 hailu-mergia

 MUSIK 

SO 07.04.2019, 20 Uhr, KMH

“Musicawi Silt” – kein Song bringt derart wirkungsmächtig ein ganzes Genre auf den Punkt wie dieses Meisterstück von Hailu Mergias 1977er Album “Tche Belew”: Der Keyboarder und Akkordeonist begründete damals mit seiner Band Walias und Mitmusiker Mulatu Astatké den Ethio-Jazz – psychedelischer Jazz-Funk erweitert durch äthiopische Skalen und Rhythmen. 1981 floh Mergia aus Äthiopien in die USA und arbeitete als Taxifahrer, bis 2014 der Musikschatz-Blog Awesome Tapes from Africa seine Musik wieder veröffentlichte und Mergia eine zweite Karriere begann – gefeiert von der New York Times bis zu The Wired und in weltweiten Live-Konzerten (u.a. auch beim Kampnagel Festival Theater der Welt 2017). Jetzt erscheint nach 16 Jahren mit „Lala Belu“ erstmals wieder ein neues Album von Hailu Mergia: ein euphorisches Update des Ethio-Jazz, das Mergia im Trio live auf Kampnagel im Rahmen des Krass Festivals vorstellt.

Repetitor

Repetitor (Foto: D. Rajic)

 MUSIK 

FR 05.04.2019, 21.30 Uhr, KMH

Repetitor ist eine der bekanntesten Bands aus Serbien. Seit sie sich 2005 gegründet hat, wird ihr Belgrader Artrock grenzübergreifend auf dem gesamten Balkan und international gefeiert. Ungewöhnlich ist für Alternative Rock noch immer die Besetzung: Mit Milena Milutinović sitzt eine Frau an den Trommeln und Ana-Marija Cupin zupft den Bass. Einzig männliches Mitglied: Gitarrist Vlastelica.

Im Anschluss: DJ-Team Geisterarbeiters Oldenburg

Roma-Protest III: (Re-)Assembly

Roma-Protest;-Selma-Selman_Mercedes-Benz

 ROMA-Protest III: (Re-)Assembly 

Der 08. April ist der Internationale Roma-Tag. Zu diesem Anlass zelebriert Roma Protest III: (Re)Assembly ein vielfältiges Programm, für das Roma-Künstler*innen aus verschiedenen Ländern in Hamburg zusammenkommen. Als Versammlung (»Assembly«) erinnnert Roma Protest III formal an den Ersten Welt-Roma-­Kongress, der Anfang April 1971 in London stattfand, vor allem aber ist Roma Protest III eine Feier aktueller Kunstpositionen und Roma-Kultur.

Selma Selman – Mercedes Benz
SA 06.04.2019, 18 Uhr, Piazza

Selma Selman, geboren 1991 in Bihac, ist Roma-Aktivistin und Künstlerin und arbeitet in Europa und den USA. Ihre Arbeiten sind politisch, radikal, poetisch und immer ganz nah an ihrer eigenen Geschichte. Für KRASS zerlegt sie mit ihrem Vater und ihrem Bruder – getreu der Roma-Praxis auf osteuropäischen Schrottplätzen – einen Mercedes auf der Kampnagel-Piazza und verkauft die Einzelteile an die Festivalbesucher*innen. Selma Selmans Arbeiten werden international in Museen gezeigt.

Simonida und Sandra Selimovic –
Mindj Panther Rapattack
FR, 05.04.2019, 9.30 Uhr, K4

Die Schwestern Simonida und Sandra Selimović haben 2010 den ersten feministischen, professionellen Roma-Theaterverein Romano Svato gegründet. In einer Lecture Performance und einem Rapworkshop während des Symposiums KRASSimilation stellen sie ihre Arbeit vor.

Dzoni Sichelschmidt / Vortrag
SA, 06.04.2019, 21 Uhr, KMH

Der Roma-Aktivist Dzoni Sichelschmidt ist Bürgerpreis Träger der Stadt Hamburg und Bildungsberater der Schulbehörde. Für Roma-Protest III: (Re)Assembley hält er einen Vortrag über die Position von Sinti und Roma im aktuellen Europa.

Vernesa Berbo und Eldina Suljkanovic –
»Weinen ist auch ein Lied«
SA, 06.04.2019, 21.30 Uhr, KMH

Zum internationalen Romatag präsentiert KRASS ein ganz besonderes
Konzert: Auf den Spuren der jahrhundertealten Musikgeschichte der Roma singen und erzählen die Sängerinnen Vernesa Berbo und Eldina Suljkanović von den Wunden eines Volkes und der Linderung in Melodien und Geschichten.
Die Lieder sind Heilmittel gegen den Schmerz, die Geschichten beschreiben die tausendjährige Reise der Roma, die nie endet. Wie ein altes Roma-Sprichwort sagt: »Auch runterfallen ist fliegen!«

Božo Vrećo

Krass Festival 2018_Božo Vrećo

 MUSIK 

So 13.05.2018, 19 Uhr, K2

Tränen befreien und verbinden. Sevdah oder Sevdalina, auch »bosnischer Fado« genannt, steht für sehnsüchtige, melancholische Liebeslieder, die bereits im Osmanischen Reich gesungen wurden. Božo Vrećo lebt Sevdah und das ist auch politisch: Wenn er sich als bosnischer Serbe der Musik bosnischer Muslime widmet, setzt sich der passionierte Musiker und Autodidakt über ethnische, religiöse und Gender-Vorschriften hinweg. Der Sänger, dessen Auftritt beim KRASS Festival 2017 zu einem der bewegendsten Abende gehörte, interpretiert voller Leidenschaft die traditionellen bosnischen Lieder auf der Bühne. Mit berührender Stimme, gepflegtem Bart, geschminkt und in selbstgefertigten Kleidern nimmt sich Božo Vrećo die Freiheit, Grenzen zu überschreiten.

Ognjen Jeftic / Glasna i Gluteni: Turbo-Folk Restart

Krass Festival 2018_Ognjen Jeftic Glasna i Gluteni- Turbo-Folk Restart_Foto Glasna i Gluteni

 MUSIK 

Sa 12.05.2018, 21.30 Uhr, KMH

Turbo-Folk ist ein Balkanphänomen, eine brustimplantathaltige Mischung aus Volksmusik, Pop und Elektro, die seit dem Zerfall Jugoslawiens die Musikindustrie der Balkanstaaten dominiert. Turbo-Folk greift grenzüberschreitend die Ideale der post-jugoslawischen Jugend auf und verspricht Hoffnung und Erfüllung in Liedern wie »Heute Nacht macht mir jemand einen Sohn!«. Längst zieht er nicht mehr nur Nationalisten an; Turbo-Folk hat sich zur Subkultur entwickelt. Was tun als progressiver Künstler in? Gildo Bavčević, Duje Grubišić und Tina Keserović aka Glasna i Gluteni haben beschlossen, sich dem Niveau zu stellen: Die drei Performerinnen und Musikerinnen covern Perlen des Turbo-Folk, verschieben den musikalischen und politischen Kontext und versuchen, die Musikrichtung revolutionistisch umzudeuten. In seinem musikalischen Vortrag »Turbo-Folk Restart« sucht Ognjen Jeftić den Diskurs aus der Sicht eines Migrantenkindes in zweiter Generation und untersucht, welchen Platz Turbo-Folk in der Geschichte der europäischen Popmusik einnimmt, und ob er nun eigentlich eine natürliche Weiterentwicklung der Volksmusik ist oder doch durch und durch das Propagandabollwerk von Milošević